Fernbahntunnel: Nutzen und Chancen

Foto: DB AG/Holger Peters

Der Verkehrsknoten Frankfurt

Die aktuelle Situation: Bereits heute fahren ein Drittel aller Fernverkehrszüge in Deutschland den Frankfurter Hauptbahnhof an. Rund 450.000 Pendler und Reisende nutzen ihn täglich als Ziel- oder Umsteigebahnhof und es werden kontinuierlich mehr. Mit täglich rund 1.200 Zügen des Fern- und Nahverkehrs ist der Frankfurter Hauptbahnhof bereits heute an seiner Kapazitätsgrenze angelangt. In Zukunft wird der Schienenverkehr noch weiter zunehmen. Was bedeutet das für den Knoten Frankfurt?

Viele Züge, zu wenig Platz

Die Folge: Durch das hohe Zugaufkommen kommt es zu Engpässen im Zulauf des Hauptbahnhofs. Um den Bahnhof zu erreichen, müssen einfahrende Züge warten oder Umwege nehmen. Damit gehen Zugverspätungen sowie längere Reise- und Wartezeiten einher. Der prognostizierte zukünftige Mehrverkehr kann von der derzeitigen Infrastruktur nicht zusätzlich mit aufgenommen werden.

Warum Fernbahntunnel?

Die Lösung: Um die Kapazitäten im Frankfurter Hauptbahnhof erweitern zu können, muss die Anzahl der Gleise erhöht werden. Aufgrund der dichten innerstädtischen Bebauung ist dies nur durch einen Tunnel mit unterirdischer Station möglich: den Fernbahntunnel Frankfurt. So kann ein Großteil der Züge des Fernverkehrs künftig unterhalb des Kopfbahnhofes eine neue unterirdische Station anfahren. Dadurch werden nicht nur die Engpässe des Fernverkehrs beseitigt, dank der freiwerdenden Kapazitäten können der Nah- und Regionalverkehr flüssiger in den Hauptbahnhof einlaufen und ihr Angebot bei Bedarf erweitern.    

Das könnte Sie auch interessieren

Oberirdische Maßnahmen: Überblick

Oberirdische Maßnahmen: Vorplanung